2. Leib-Husaren-Regiment
Königin Viktoria von Preußen Nr. 2

Das Schützenfestjahr 2001 war für die schwarzen Husaren ein ganz besonderes werden. Die Einheit, die mittlerweile mehr als 15 Jahre besteht, weihte an den Festtagen ihre eigene Standarte.
Lange und intensive Vorbereitungen fanden darin ihren Abschluss. Den 2. Leibhusaren ist es gelungen, die Original-Standarte, die S.M. Kaiser Wilhelm II seinem Regiment 1895 überreichte, zu kopieren.
Anlass der damals neu verliehenen Standarte war die Gebrauchsunfähigkeit der alten Standarte von 1741, dem Gründungsjahr des Regimentes unter König Friedrich II.
Das 1. und 2. Leibhusaren Regiment, in Danzig Langfuhr stationiert, stand dem Königshaus besonders nahe, so dass S.M. Kaiser Wilhelm II als Prinz Kommandeur des Leib-Husaren Regimentes gewesen ist. Der letzte Chef des 2. Leibhusaren Regiments war die Tochter des Kaisers, Victoria Luise.
Die schwarzen Leib-Husaren mit dem Totenkopf an der Pelzmütze sind noch heute der Inbegriff preußischer Husaren. Sie waren das Auge der Armee! Ihre Kampfweise erforderte Mut, Schneid, reiterliches Können und Verwegenheit. Der Begriff "Husarenstreiche" beinhaltet diese Eigenschaft und wird heute noch für kühne Taten benutzt.
Die Einheit unter Leitung ihres Chefs Peter Wellen, der 1988 König der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. war, richtet sich mit ihren aufwendigen Uniformen und Ausrüstungen ihrer Pferde nach historischen Vorbildern.
Der tägliche Aufwand, der für die Pflege und Ausbildung der eigenen Pferde verwandt wird, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Einheit und wird durch die Familien der Mitglieder unterstützt. Dies wird, besonders vor und nach den Umzügen deutlich, denn kaum einer vermag sich vorzustellen, wie viel Vor- und Nachbereitung der Pferde für die Teilnahme nötig ist.
Auf sportlicher Ebene konnten einige Mitglieder mit ihren Pferden auf nationalen Turnieren Erfolge erzielen.
Fast die Hälfte der Mitglieder der Einheit gehört länger als 25 Jahre der Bürger-Schützen- Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. an.
Leider ist es für die berittenen Einheiten besonders schwer, männlichen Nachwuchs zu finden, da dieser nicht nur Interesse für das Schützenwesen, sondern auch Liebe zum Kamerad Pferd und reiterliches Können mitbringen sollte.