Monarchie in Fischeln: Theo Wirtz neuer König
Der Ortsteil Königshof macht seinem Namen alle Ehre. Schon zum dritten Mal nach 1999 werden die Fischelner Schützen von einem Königshofer repräsentiert. Der Unternehmer Theo Wirtz, zuhause auf der Vulkanstraße, setzte am vergangenen Samstag den entscheidenden Schuss und ließ sich dann als neuer Schützenkönig feiern.
Nach der traditionellen Kirmeseröffnung und dem Prumetaat-Anschnitt feierten die Schützen zunächst mit den Pfarrern Stockkamp und Weigel in St. Clemens einen ökumenischen Gottesdienst. Ein kurzer Festzug führte die aktiven Mitglieder der Bürger-Schützen-Gesellschaft dann auf den Marienplatz zum Festzelt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Benedikt Lichtenberg hatte dann Helmut Bauer das Anrecht, als erster auf den prächtigen Holzvogel zu schießen, bevor er die Königskette als äußeres Zeichen seiner Würde ablegte. Seine Regentschaft war damit zu Ende. Pfarrer Weigel: „Mit einer Träne im Auge …“
Oberbürgermeister Gregor Kathstede, Landtagsabgeordneter Peter Kaiser, Bezirksvorsteherin Rosemarie Küpper und Vertreter aus Rat und Bürgerschaft attackierten mit dem Kleinkalibergewehr dann den Vogel, der das aber ungerührt zur Kenntnis nahm. Auch den dann folgenden Schüssen der einzelnen Kompanien widerstand er klaglos.
Die Organisatoren hatten diesmal den Schießstand nach Süden gedreht, damit vom Zeltvorplatz von den zahlreichen Besuchern, die sich auch von einem kurzen Regenschauer nicht abhalten ließen, alles gut beobachtete werden konnte. Dabei erwies sich der Königsvogel als ausgesprochen widerstandsfähig, denn keiner Kompanie gelang es auch mit insgesamt 352 Schuss nicht, einen Flügel oder den Schwanz abzuschießen, für das es eine flüssige Belohnung in Form eine 10-Liter-Rhenania-Fässchens gegeben hätte.
Gegen 18:15 Uhr, nachdem die letzte Kompanie geschossen hatte, fanden sich in der Nähe des Schießstandes mehrere Persönlichkeiten in dunklen Anzügen ein und alles rätselte, wer denn neuer Schützenkönig von Fischeln werden wollte. Als die beiden Schießmeister Manfred Nitsch und Ferdinand Prahl den Königsvogel abnahmen und das Zepter auflegten, das es mit einem gezielten Schuss abzuschießen galt, war die Spannung groß. „Wer ist das?“, wurde Organisationsleiter Jürgen Schick gefragt, als Theo Wirtz an das Gewehr trat. Und es war genau 18:36 Uhr, als der neue König bereits im ersten Schuss das Zepter herunter holte und der große Jubel ausbrach.
Mit freundlicher Genehmigung von HuKo Foto
Das neue Königliche Haus setzt sich aus Theo Wirtz mit seiner Ehefrau Regina als Königspaar und den Ministerpaaren Ralf Feldt und Heike Zeisbrich, Peter und Edeltraud Nier sowie Heinz-Willi und Sybille Wallrafen zusammen, alles alte Freunde des Königspaares.
Beim abendlichen Krönungsball im rappelvollen Festzelt erwiesen die Fischelner Untertanen ihrer neuen Majestät zum ersten Mal die Ehre. Nach der Überreichung des Königsordens aus den Händen des 1. Vorsitzenden Benedikt Lichtenberg, des 2. Vorsitzenden Wilfried Werthmann und des Schützenoberst Hartmut Jurkschat wirbelte das neue Königliche Haus standesgemäß unter den Klängen der Tanzband „Kir Royal“ bei ihren ersten Ehrentänzen über die Tanzfläche – und genossen den Abend.
Am anderen (Sonntag-)Morgen erfreuten sich die zahlreichen Besucher beim Bürger-Schützen-Treff an den Klängen des Blasorchesters TV Jahn Bockum, der Bigband des MSM-Gymnasiums und der J.B.-Fun-Band beim Bürger-Schützen-Treff. Aber auch Spannung war angesagt, denn gleichzeitig fand das Jugend-Vogelschießen statt. 16 Mitglieder der Schützenjugend gaben alles, um Nachfolger von Christopher Schiffer und neuer Jung-Schützenkönig zu werden. Jugendleiter Wilfried Arden hatte dabei alles im Griff.
Mit dem Luftgewehr hatten die Jugendlichen schnell die beiden Flügel und den Schwanz abgeschossen. Es bedurfte schon einer kleinen Pause, um den Zeitplan einzuhalten. Nun galt es, den Kopf abzuschießen und damit den neuen Jung-Schützenkönig zu ermitteln. Der 15jährige Schüler Philipp Weenen tat dann den alles entscheidenden Schuss und um 12:38 Uhr brandete der Jubel auf. Relativ „cool“ nahm er die Glückwünsche entgegen und ließ sich vom 1. Vorsitzenden Benedikt Lichtenberg die Königskette umlegen, als sei es das verständlichste der Welt. Auch Schützenkönig Theo Wirtz war mit seiner Ehefrau unter den ersten Gratulanten. “Wir freuen uns jetzt auf ein tolles Schützen- und Heimatfest in 2007“, so Lichtenberg in seinen Abschiedsworten …
Am Sonntag Hubertus-Schiessen
Am ersten Sonntag im November ist traditionell ein besonderer Tag für die aktiven Schützen der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V.: das Hubertus-Schießen steht auf dem Programm.
19 Kompanien mit insgesamt 140 Schützen haben ihre Mannschaften gemeldet, deshalb werden von morgens um 9 Uhr bis gegen abends um 18 Uhr auf der Schießanlage Büker in Bösinghoven die Läufe der Kleinkalibergewehre heiß werden.
Eine Mannschaft besteht aus 6 Schützen, wovon die 5 besten in das Ergebnis einfließen.
Wieder stark für den Titel der besten Mannschaft gehandelt werden die Schützen der 1. Artillerie um ihren Vorsitzenden Ralf Krischer, der auf ein ganzes Reservoir von guten Einzelschützen zurückgreifen kann. Im letzten Jahr haben sie mit 493 erreichten Ringen (von 500 möglichen) für ein neues Rekordergebnis gesorgt. Mit Klaus Weichert, der die Idealringzahl von 100 erzielte, stellten sie damals auch den Einzelsieger.
Nicht auszuschließen ist aber auch, dass eine andere Kompanie versucht, die Vormachtstellung der Artillerie zu durchbrechen. Dies wird insbesondere der 12. Kompanie mit ihrem Vorsitzenden Willi Arden und der 4. Kompanie um Klaus Höttges zugetraut, die im letzten Jahr die weiteren Plätze belegten. Die Schill-Offiziere sowie die 11. Kompanie wollen auch ein Wörtchen mitsprechen, wenn es um das Siegerpodest geht.
Organisationsleiter Jürgen Schick sowie die beiden Schießmeister Ferdinand Prahl und Manfred Nitsch erwarten jedenfalls ein „heißes Rennen“.
Neben der besten Mannschaft werden auch die Gewinner in den drei Altersklassen sowie der beste Einzelschütze als Gewinner des „Hermann-Frentzen-Wanderpokals“ ermittelt. Die Mannschaft mit der größten Steigerung gegenüber dem Vorjahr erhält zudem den „Heinz-Hages-Wanderpokal“.
Fischeln wartet auf den neuen Schützenkönig
Im Rahmen der Herbstkirmes auf dem Marienplatz ermitteln die Fischelner Schützen am Samstag, 26. August 2006, ihren neuen Schützenkönig. Noch rätselt man in Krefelds Süden, wer Nachfolger von Helmut Bauer wird, der vor zwei Jahren das Zepter abschoss. Er hat nach Auffassung seiner Schützenbrüder diese Zeit vorbildlich genutzt, sich für die Belange des Traditionsvereins einzusetzen.
Zunächst wird aber um 14 Uhr der bunte Kirmesbetrieb mit dem traditionellen Zylinderschwenken eröffnet. Im Anschluss daran wird die „Prumetaat“ angeschnitten, die Bäckermeister Sommer in den vielfältigsten Variationen bereithält.
Um 15 Uhr eröffnet dann die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Clemens ihr Programm. Ein kurzer Festzug führt das Regiment dann zum Marienplatz, wo sich gegen 16 Uhr die Majestät mit dem 1. Schuss auf den prächtigen Holzvogel verabschiedet.
Nach den Ehrengästen, unter ihnen auch Oberbürgermeister Gregor Kathstede, werden die einzelnen Kompanien auf den Vogel anlegen und sich dabei besonders ins Zeug legen, winkt ihnen doch bei Abschuss von Kopf, Schwanz oder Flügeln eine flüssige Belohnung.
„Der König ist tot, es lebe der König“: Wer dies sein wird, entscheidet sich gegen 18:30 Uhr, wenn sich der verschworene Kreis aus Aspiranten und Offiziellen auf dem Schießstand einfindet, bis das durch die Schießmeister des Vereins aufgelegte Zepter – richtig getroffen – fällt.
Das neue Königshaus präsentiert sich im Rahmen des Königsabends um 20 Uhr dann im Festzelt der Öffentlichkeit. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Tanzband „Kir Royal“.
Während der Kirmesbetrieb bis Montagabend andauert, runden die Schützen mit dem „Bürger-Schützen-Treff“ am Sonntag ihr Programm ab. Ab 11 Uhr spielt das Blasorchester TV Jahn Bockum, unterstützt von der Bigband des MSM-Gymnasiums, zu einem zünftigen Frühschoppen auf. Gleichzeitig ermitteln die Fischelner Schützen ihren Jungschützenkönig. Auch hier wird ein heißer Kampf entbrennen, denn die Jugendlichen zeigen Ehrgeiz. Ab 13 Uhr spielt dann die „J.B.-Fun-Band“ zur Unterhaltung auf.
Der Eintritt zu den Zeltveranstaltungen ist im übrigen frei.
Jahreshauptversammlung der BSG
Dass mit 206 stimmberechtigten Mitgliedern ein Rekordbesuch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. im Saal der Gaststätte Gietz verzeichnet wurde, hatte seinen Grund in der Tatsache, dass zwei Kandidaten für die Position des 1. Vorsitzenden bereit standen. Mit Benedikt Lichtenberg, der seit 1998 an der Spitze der Fischelner Schützen steht, kandidierte Karl Jägers, der lange Jahre selbst im Vorstand mitarbeitete, um den Vorsitz. Letztendlich entschieden sich die Mitglieder mit 141:60 Stimmen für Benedikt Lichtenberg.
Zuvor hatte Lichtenberg auch das amtierende Königliche Haus mit Schützenkönig Helmut Bauer und den Ministern Jan Bauer und Engelbert Hallmann begrüßen können, denen die Schützen mit viel Beifall für ihren Einsatz für das Schützenwesen in den vergangenen zwei Jahren dankten.
In seinem Bericht bedankte sich Vorsitzender Benedikt Lichtenberg auch bei allen aktiven Schützen, die den guten Ruf der Bürger-Schützen-Gesellschaft beispielsweise durch ihre Teilnahme an schießsportlichen Wettbewerben, beim Auftreten bei befreundeten Vereinen, bei der Begleitung der Kommunionkinder und des Martinszuges, aber auch bei der aktiven Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 150jährigen Bestehen der Mariensäule im vergangenen Jahr gestärkt hätten: „Wir fördern das gesellige Leben in unserer Heimatgemeinde Fischeln.“ Die BSG biete vielen sozialen Gruppen Freunde, Solidarität und Heimat.
Tradition heiße nicht, so Lichtenberg, die Asche aufzubewahren, sondern die Flamme am Leben zu erhalten. So erinnerte er an die Neuausrichtung des Vereins, bspw. dass man seit dem Jahr 2000 jährlich eine Großveranstaltung in Fischeln anbiete, in einem Jahr das Königsvogelschießen und im anderen das 5tägige Schützen- und Heimatfest.
Im Jahr 2002 habe man die Jugendabteilung gegründet, die jetzt mit den Jung-Sappeuren zusammen eine Personalstärke von 50 jungen Männern aufweise. Die Jugendarbeit werde finanziell stark vom „Förderkreis für das heimatliche Schützenwesen“ unterstützt, der sich im Jahre 2003 gegründet habe, ein Kreis aus ehemaligen Schützenkönigen, aktiven Schützen, interessierten Bürgern und Geschäftsleuten. Mit der Gründung einer Schießsportabteilung seien die Fischelner Schützen in der Lage, an offiziellen Meisterschaften, ausgerichtet vom Deutschen Schützenbund, teilzunehmen.
Lichtenberg bedankte sich ausdrücklich bei den Schützenbrüdern Dietmar Winkels, Thomas Giesen und Achim Kohl, die aus beruflichen Gründen nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung standen.
Der neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Benedikt Lichtenberg (12. Kompanie) – 1. Vorsitzender
Wilfried Werthmann (Schützenfreunde 82) – 2. Vorsitzender
Ressort „Strategische Planung“: Klaus Weichert (Artillerie), Helmut Hannappel (17.
Kompanie), Klaus Heß (Artillerie)
Ressort „Organisation und Öffentlichkeitsarbeit“: Jürgen Schick (12. Kompanie),
Marc Arenz (13. Kompanie)
Ressort „Finanzen“: Georg Eichner (12. Kompanie), Hans Bruns (7. Kompanie)
Jugendabteilung: Wilfried Arden (6. Kompanie)
Ressort „Innere Verwaltung“: Michael Kamps (20. Kompanie), Ernst Wolff
(1. Kompanie)
Schießmeister: Manfred Nitsch (12. Kompanie), Ferdinand Prahl (Schill-Offiziere)
Das diesjährige Königsvogelschießen findet am 26. August auf dem Marienplatz statt. Am nächsten Tag wird der Jung-Schützenkönig ermittelt.
Schützen sind gut gerüstet
Die ersten Vorboten kündigen es jetzt an: Hinweisschilder an den Ortseingängen und Plakate in den Schaufenstern sorgen dafür, dass es jedes Kind weiß: die Fischelner, Königshofer und Stahldorfer feiern wieder das „Fest der Feste“ vom 29. Juni bis 03. Juli auf dem Marienplatz.
Knapp 150 aktive Schützen waren in den Saal der Gaststätte Gietz zum Generalappell gekommen, um sich vom Vorstand über die letzten Details zum bevorstehenden Schützen- und Heimatfest informieren zu lassen.
Der 1. Vorsitzende, Benedikt Lichtenberg, konnte insbesondere auch Schützenkönig Schützenkönig Theo Wirtz und seine Minister Heinz-Willi Wallrafen und Peter Nier begrüßen.
Auch bei diesem Fest wird die „Königliche Residenz“ auf der Vulkanstraße eine ganz besondere Rolle im Festablauf spielen, worauf Organisationsleiter Jürgen Schick hinwies. Dort findet am Freitagabend (29. Juni) ab 19:00 Uhr nicht nur die traditionelle Festserenade statt, wobei die Hobby-Singers, der Kirchenchor St. Clemens, der MGV Cäcilia, sowie der Singkreis 98 dem Königlichen Haus ein Ständchen bringen. Vorher schon bedanken sich die Schützen beim König und den Anwohnern mit einer zackigen Parade, eine Neuerung in diesem Jahr. In den Tagen vorher verwandeln die Nachbarn die Vulkanstraße in ein „(Papier-)Blumenmeer“
Auf dem Marienplatz sorgen die verschiedensten Kirmesgeschäfte für eine entsprechende Atmosphäre. Bezirksverwaltungsstellenleiten Rolf Ruland hat gemeinsam mit Schausteller-Chef Erich Römges und Schützenmajor Berthold Pesch für viel Abwechslung gesorgt. Sie sind sich sicher: „Ein Besuch lohnt sich bestimmt.“
Ansonsten steht das Festzelt während der „5 tollen Tage“ im Mittelpunkt, aber, so Jürgen Schick: „Unser Zelt wurde allmählich zu klein, deshalb haben wir auch in diesem Jahr für zusätzliche Plätze gesorgt!“ Ankerfest, Festabend, Frühkonzert, Schützenball, Dorffest und Königsgala-Ball sollen die Besucher unterhalten. „Wir sind bestrebt, unsere offiziellen Blöcke während dieser Veranstaltungen so kurz wie möglich zu gestalten, damit auch ausreichend Zeit für Tanz und Unterhaltung bleibt“, sagte Jürgen Schick. Dafür sollen die Musikkapellen „Winfried Stark und seine Original Steigerwälder“ am Freitag- und Samstagabend sowie „Struwwelpeter“ am Sonntag- und am Dienstagabend sorgen.
Als „besonderes Bonbons“ bieten die Fischelner Schützen in diesem Jahr die Formation „EUROCATS“ am Sonntagabend (01.07.) den Festbesuchern an. Da ist mit Sicherheit für Stimmung gesorgt.
Und am Dienstagabend (03. Juli) werden die Schützen vor dem Clemenshaus der Majestät um ca. 19 Uhr mit einer weiteren Parade ihre Referenz erweisen, was sich Nachbarn, Freunde und Bekannte aber auch alle anderen Interessierten nicht entgehen lassen sollten.
Das alles bis ins kleinste gut vorbereitet ist, davon sind die aktiven Schützen überzeugt. Denn in der anschließenden Aussprache beim diesjährigen Generalappell gab es keine großen Fragen mehr. Alles freut sich darauf: auf das Schützen- und Heimatfest vom 29. Juni bis 03. Juli 2007 auf dem Marienplatz.
Artillerie holt sich wieder „Drießen-Schaar-Pokal“
Zum 7. Mal führte die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. auf der Schießanlage der Gaststätte Büker in Bösinghoven den Wettbewerb um den „Drießen-Schaar-Pokal“ durch. Für viele Schützen noch ein ungewohnter Wettbewerb, denn neben einem sicheren Auge ist auch „Kondition“ gefragt.
16 Kompanien waren angetreten und hatten jeweils ihre drei besten Schützen aufgeboten. Jeder Schütze hatte die Aufgabe, im sitzend aufgelegten Anschlag mit dem Kleinkalibergewehr 20 Schuss in Serie abzugeben. Ungewohnt auch deshalb, weil nicht ganze Ringzahlen sondern auch die Trefferlage bewertet wurden und in das Ergebnis einflossen. Eine getroffene „10“ genau in der Mitte wurde beispielsweise mit „10,9“ Punkten bewertet, wobei eine Auswertemaschine für ein faires Urteil sorgte.
Durch hohe Beständigkeit und Präzision zeichneten sich die drei Schützen der 1. Artillerie aus: Markus Gawenda, Holger Volkland und Klaus Weichert konnten allesamt mehr als 200 Punkte erreichen. Mit insgesamt 606,2 Punkten wurden sie ihrer Favoritenrolle und dem Ruf des Seriensiegers der letzten Jahre gerecht und konnten aus den Händen des 1. Vorsitzenden Benedikt Lichtenberg den Siegerpokal entgegen nehmen.
„Wir müssen unserem Alter allmählich Tribut zollen“, so die Einschätzung der 11. Kompanie, die in früheren Jahren des öfteren bei der Vergabe der Siegerpokale ein gehöriges Wort mitsprach. Doch diesmal zeigten die „Alten“, dass sie es durchaus noch können. Hans Naebers, Karl-Wilhelm Schmelzer und Willi Thomé erreichten eine Verbesserung um 39 Punkten gegenüber dem Vorjahr und ließen sich mit 604,1 Punkten als „Überraschungs-Zweite“ feiern …
4. Kompanie heißt auch „Mit-Favorit“, das ist seit einigen Jahren klare Definition bei den Schießwettbewerben. Auch diesmal zeigten Rolf Heckenbach, Roland Höttges und Thomas Waldor eine gute Leistung und erreichten mit 602,5 Punkten den 3. Platz.
Den 4. Platz erzielte die 5. Kompanie mit 594,6 Punkten und 5. wurde die 12. Kompanie mit 594,4 Punkten. Insgesamt 11 Schützen durchbrachen die 200er-Schallgrenze: „Ein Wettbewerb auf hohem Niveau“, so Schießmeister Ferdi Prahl und Organisationsleiter Jürgen Schick.
Allen Siegern sei auch von dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Glückwunsch gesagt.
12. Kompanie überraschte
Eine Formschwäche des Favoriten, dagegen eine geschlossene, überdurchschnittlich gute Mannschaftsleistung sorgten beim traditionellen Hubertusschießen der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. zumindest für eine Umgruppierung auf dem Siegerpodest. Relativ überraschend holte sich die 12. Kompanie um ihren erfahrenen Vorsitzenden und Hauptmann Willi Arden mit 485 Ringen den Titel des Hubertus-Siegers und sprang von Platz 2 im Vorjahr auf den 1. Platz.
Dabei standen die Siegermannschaften relativ früh fest. Die eigentlichen Favoriten, die Mannschaft der 1. Artillerie, die in den vergangenen 2 Jahren alles gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, hatte den Wettkampf eröffnet und legte 477 Ringe vor, blieben damit allerdings um 16 Ringe hinter ihrem Rekordergebnis von 2005, was dann zum 2. Platz führte. Es folgte die 4. Kompanie, die ihr Ergebnis (476 Ringe) aus dem Vorjahr bestätigte und damit den 3. Platz sicherte.
2 Stunden nach der 1. Artillerie nahm dann die 12. Kompanie den Wettkampf auf und überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. 485 Ringe war für sie ein Rekordergebnis und so konnte sie nach 1991 zum 2. Mal den Siegerpokal aus den Händen des 2. Vorsitzenden Wilfried Werthmann entgegen nehmen. Damit bescherte sich die 12. Kompanie im Jahr ihres 70jährigen Bestehens ein eigenes Jubiläumsgeschenk.
Dazu passte es, dass sich ihr Kompaniemitglied, Schießmeister Manfred Nitsch, mit der Idealringzahl von 100 den Titel des Einzelsiegers holte und nicht nur den „Hermann-Frentzen-Wanderpokal“ sondern auch den von der gastgebenden Familie Büker gestifteten Riesen-Weckmann in Empfang nehmen konnte.
Manfred Nitsch (12. Kompanie)
sicherte sich mit der Idealringzahl von 100 den Einzelsieg.
Uwe Vandrey (4. Kompanie) holte sich mit 98 Ringen den Titel in der Schützenklasse und bester Jungschütze wurde Christopher Prahl (Schill-Offiziere) mit 97 Ringen.
Die Schützenfreunde `82 übertrafen ihr Ergebnis aus dem Vorjahr um 11 Ringe und holten sich damit den „Heinz-Hages-Wanderpokal“ für die größte Steigerung.
Ingsgesamt 19 Kompanien mit 128 Schützen nahmen am Wettkampf teil. Allerdings hatten die „Offiziellen“, Organisationsleiter Jürgen Schick und die beiden Schießmeister Ferdinand Prahl und Manfred Nitsch, keinerlei Schwierigkeiten bei der Durchführung des Wettbewerbes. Selbst Schützenkönig Theo Wirtz zeigte mit 91 erzielten Ringen eine gute Leistung und war mit sich zufrieden: „Für mein 2. Schießen war das o.k.“ Das meinte auch Königin Regina …
Hier gibt es alle Ergebnisse zum Download.
Heimat und Brauchtum pflegen
„Freunde und Förderer für Heimatpflege und Schützenbrauchtum“ nennt sich jetzt der Kreis aus ehemaligen Schützenkönigen, Fischelner Geschäftsleuten und Bürgern aus dem öffentlichen Raum, der 2003 neu gegründet wurde und sich eben das auf die Fahnen geschrieben hat. Auf ihrer Mitgliederversammlung im Restaurant Korff in Königshof beschloss die Gemeinschaft eine entsprechende Umbenennung auf Vorschlag ihres Sprechers Dr. Peter Krings und Benedikt Lichtenberg, dem 1. Vorsitzenden der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V.: „Dies trifft den Sinn und Zweck unseres Kreises noch besser.“
So hatte man bereits im letzten Jahr den Neubau des Glockenturms der Markuskirche mit einem ansehnlichen Betrag unterstützt. Daneben steht aber auch die Förderung der Jugendarbeit der Bürger-Schützen-Gesellschaft im Vordergrund. „In diesem Schützenfest-Jahr übernehmen wir zusätzlich auch wieder die Hälfte der Uniform-Kosten der Jugendlichen.“
Der Kreis, der mittlerweile 46 Personen umfasst, nahm auf der Versammlung u.a. einen von Benedikt Lichtenberg vorgetragenen Jahresbericht zum Schützenwesen zur Kenntnis, wobei dieser insbesondere auch auf die Aktivitäten der Jugendabteilung wie Jugendfahrt, Fußball-Turnier und Schießwettbewerbe einging.
Dr. Peter Krings, der ebenso wie der für die Geschäftsführung verantwortliche Jürgen Schick einstimmig wiedergewählt wurde, freute sich, auch den aktiven Schützenkönig Theo Wirtz mit seiner Gattin Regina begrüßen zu können: „Wir sind alle sicher, mit Euch gemeinsam ein wunderschönes Schützenfest in diesem Jahr erleben zu können.“
Andreas Reiners mit sicherer Hand
Den besten Schützen des Regimentes wollte die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln beim Wettbewerb um den „Peter-Schlösser-Pokal“ auf der Schießanlage Büker in Bösinghoven ermitteln. 26 Schützen hatten sich im vergangenen Jahr dafür beim Füllhorn- und Hubertus-Schießen mit mindestens 188 erzielten Punkten qualifiziert. 18 waren letztendlich angetreten, um Nachfolger von Klaus Höttges zu werden, der sich im letzten Jahr den Pokal sichern konnte. Dass das kein leichtes Unterfangen werden würde, wussten die Teilnehmer, denn neben im gewohnten sitzend-aufgelegten Anschlag mussten sie auch den stehend-aufgelegten sowie den besonders schwierigen stehend-freihändigen Anschlag bewältigen.
So lagen dann auch nach dem sitzend-aufgelegten Anschlag alle Kontrahenten dicht beieinander. Jürgen Schick (12. Kompanie) hatte die Ideal-Ringzahl von 50 vorgelegt und hoffte, nicht wie im letzten Jahr dennoch Vorletzter zu werden. Ein abschließender 8. Platz tröstete ihn dann. Eine Vorentscheidung bringt meist der Durchgang im stehend-aufgelegten Anschlag. 40 oder mehr Ringe müssen es sein, um im Vorderfeld weiter mitzumischen. Holger Volkland (Artillerie) mit 47, Andreas Reiners (11. Kompanie) mit 44 und Ralf Krischer (Artillerie) mit 43 Ringen gelang dies bestens.
Entscheidend ist aber der 3. Durchgang im stehend-freihändigen Anschlag. Kopfschüttelnd musste hier der eine oder andere Aspirant ein 0-Ergebnis konstatieren. „Ich benutze meine Karte im nächsten Jahr wieder.“ Hermann Janssens (3. Kompanie) nahm es mit Humor. Gleich zu Beginn des Durchgangs legte Andreas Reiners (11. Kompanie) sagenhafte 27 Ringe vor und ging mit insgesamt 117 Ringen in Führung. Keiner seiner Mitbewerber konnte dieses Ergebnis toppen. Nur der Vorsitzende der 12. Kompanie, Willi Arden, hatte mit 24 Ringen (insgesamt 108) einen guten Tag und belegte damit den 2. Rang. Dritter wurde Holger Volkland (Artillerie) mit insgesamt 107 Ringen.
Die beiden Schießmeister Manfred Nitsch und Ferdinand Prahl zeigten sich ebenso wie Organisationsleiter Jürgen Schick mit dem Ablauf und der Qualität des Wettkampfes zufrieden.
1. und 2. Sieger stellten sich dem Siegerfoto: (v.l.n.r.) Willi Arden, Schützenkönig Theo Wirtz, Andreas Reiners, 1. Vorsitzender Benedikt Lichtenberg
Die Ergbnisse im Überblick und zum Download finden Sie hier:
Frühjahrsputz in Fischeln
Für Samstag, 01. April 2006, ruft die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln wieder zum großen „Frühjahrsputz“ auf. Die Aktion, an der sich neben den Schützen auch das Jugendzentrum Fischeln und die Freiwillige Feuerwehr des Stadtteils beteiligt, findet zum 5. Mal statt und erfreut sich eines immer größeren Zuspruchs. Dutzende fleißiger Mithelferinnen und Mithelfern werden mit anpacken, wenn es heißt, den Stadtteil sauberer zu machen und damit lebens- und liebenswert zu erhalten.
1. Vorsitzender Benedikt Lichtenberg: „Wir wollen auch diesmal wieder ein Zeichen für aktiven Umweltschutz und praktizierte Bürgerinitiative setzen und zum Nachdenken über eine sach- und umweltgerechte Müllentsorgung anregen.“
Um 10:00 Uhr treffen sich alle Helfer im Jugendzentrum an der Kölner Straße. Lichtenberg: „Je mehr Helfer da sind, um so mehr Flächen können wir angehen. Da gerade im Schützenwesen der Gemeinschaftsgedanke für den Stadtteil sehr ausgeprägt ist, hoffen wir auf eine breite Unterstützung.“ Es werde immer Leute geben, denen der Weg zum nächsten Mülleimer zu weit sei und die sich ihres Abfalls auf offener Straße entledigen würden. Aber er glaube, so Lichtenberg weiter, dass diese Aktion viel zur Bewusstseinsbildung beitrage.
Zum Abschluss der Aktion gibt es dann im Jugendzentrum einen kräftigen Eintopf. Bei einem Schluck Altbier ist dann auch Gelegenheit, das ein oder andere Gespräch zu führen.
Benedikt Lichtenberg: „Unsere Aktion im letzten Jahr war ein großer Erfolg. Ein Dank gilt der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallbeseitigung (GSAK), die unseren Frühjahrsputz wieder unterstützt.“
Ansprechpartner: Benedikt Lichtenberg, Telefon 302991
Schützen im Internet
Neu überarbeitet hat die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. ihre Internetpräsenz. Unter “ www.fischelner-schuetzen.de „ kann man alle Informationen über den größten Krefelder Schützenverein einholen.
„Wenn wir auch ein Traditionsverein sind, wollen wir uns dennoch modern präsentieren“, so der 1. Vorsitzende Benedikt Lichtenberg. Im Vorstand ist Marc Arenz dafür verantwortlich, als Webmaster fungiert Joachim Eichner von der 10. Kompanie.


