12. Kompanie gewinnt das 50. Hubertus-Schießen
Zum 50. Mal führte jetzt die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. traditionsgemäß im November auf der Schießanlage Büker in Bösinghoven das Hubertus-Schießen durch. 18 Kompanien mit 122 Schützen waren angetreten, um sich die zu vergebenden Pokale zu sichern.
Das Jubiläums-Schießen nahm die 12. Kompanie zum Anlass, um sich nachdrücklich in Szene zu setzen, zumal sie selbst im nächsten Jahr das 75jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft feiert. Die Mannschaft mit Willi Arden, Bernd Ingendae, Manfred Nitsch, Jürgen Schick, Helmut Wellmann und Wilfried Wüstenfeld erzielte mit 487 Ringen einen neuen Kompanierekord und holte sich somit zum 3. Mal den Hubertus-Sieg. Zweite wurde die 4. Kompanie mit ihrem Vorsitzenden Klaus Höttges an der Spitze mit 485 Ringen. Den 3. Platz belegte der Vorjahressieger, die 1. Artillerie um ihren Vorsitzenden Ralf Krischer mit 483 Ringen.
Um 9 Ringe steigerte sich die 6. Kompanie gegenüber dem Vorjahr und konnte als Belohnung den „Heinz-Hages-Wanderpokal“ mit nach Hause nehmen.
Einzelsieger und Gewinner des „Hermann-Frentzen-Wanderpokals“ wurde Heiner Lichtenberg (17. Kompanie) mit der Idealringzahl von 100. Er konnte sowohl den Pokal als auch den von der Familie Büker gestifteten Riesen-Weckmann entgegen nehmen. Den Sieg in der Schützenklasse sicherte sich Rolf Heckenbach (4. Kompanie) mit 99 Ringen. Bester Jungschütze wurde Stefan Jurkschat (Jung-Sappeur-Corps) mit 93 Ringen.
Der 2. Vorsitzende Wilfried Werthmann nahm gemeinsam mit Schützenkönigspaar Thomas und Angelika Schlösser, dem Jungschützenkönig Philipp Strauch und Präsident Horst Krischer die Siegerehrung vor. Beide bedankten sich sowohl bei der Familie Büker mit einem Blumenstrauß wie auch bei den „Offiziellen“, Organisationsleiter Jürgen Schick und den Schießmeistern Manfred Nitsch und Werner Wunden.
Thomas Schlösser zum 2. Mal Schützenkönig
Eigentlich war es wie immer: im Vorfeld des Königsvogel-Schießens der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. wurde im „Dorf“ gemunkelt. Alle waren sicher zu wissen, wer neuer Schützenkönig werden wollte – auch wenn mehrere Namen genannt wurden. Fragte man bei den Verantwortlichen im Vorstand nach, erntete man ein Schulterzucken. Es wurde weder bestätigt noch dementiert. So lag dann doch ein Hauch Spannung in der Luft, als die Schützen gegen 15:30 Uhr vom Schützenbaum an der Dohmen-/Saassenstraße zum Marienplatz mit der Musik vom Tambourkorps Gut Schlag Krefeld und dem Blasorchester Jahn Bockum zum Marienplatz zogen.
Vorher hatten um 14 Uhr Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm und der Vorsitzende des Bürgervereins Fischeln, Rainer Schütt, die Kirmes mit dem traditionellen Zylinderschwenken eröffnet. Bäckermeister Daamen schnitt die Variationen der „Prumetaat“ an.
1. Vorsitzender Benedikt Lichtenberg begrüßte dann die zahlreichen Ehrengäste, unter ihnen die Bürgermeisterinnen Karin Meincke und Jutta Pilat, den Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling und den Landtagsabgeordneten Ulrich Hahnen, die alle einen Ehrenschuss auf den Holzvogel abgaben. Als erster aber lag das Recht bei Schützenkönig Daniel Frenkler, der sich somit von seinen Untertanen verabschiedete und die Königskette ablegte. Als den am weitesten angereisten Ehrengast konnte man übrigens Vincent James Forgione als Florida begrüßen, der als US-Veteran in Uniform seinen Ehrenschuss abgab.
Organisationschef Jürgen Schick rief dann die einzelnen Kompanien zum Vogelschuss auf, die Reihenfolge war vorher ausgelost worden. Die Schießmeister Manfred Nitsch, Werner Wunden und Ferdinand Prahl waren für die Sicherheit und den ordnungsgemäßen Ablauf verantwortlich. Den rechten Flügel sicherte sich die 9. Kompanie, den linken dann die Schill-Offiziere. Beide konnten sowohl die flüssige Belohnung und die jeweiligen Schützen eine Anstecknadel des 1. Krefelder Stadt-Schützenfestes in Empfang nehmen.
Es war 18:25 Uhr, als Jürgen Schick öffentlich alle Bewerber um den Königsschuss aufrief, den Schießstand zu betreten. Vorher hatten die Schießmeister den Holzvogel entfernt und das Zepter aufgezogen, was es nun mit einem gut gezielten Treffer abzuschießen galt. Zwar waren eine ganze Reihe dunkel gekleideter Personen bereits im Bereich des Schießstandes, aber hier handelte es sich wohl um Offizielle. Erst nach einem weiteren Aufruf kam Bewegung in die Reihen. Mitglieder der in Fischeln nicht unbekannten 17. Kompanie betraten in ihren weißen Kürassier-Uniformen den Schießstand. Ein Raunen ging durch die Reihen, als als Erster ein gewisser Thomas Schlösser, auch Vorsitzender des VfR Fischeln, an das Gewehr trat. Kurz gezielt – abgedrückt – großer Jubel: „Es lebe der neue König!“ Thomas Schlösser feiert im nächsten Jahr das Schützenfest 25 Jahre nach seiner ersten Königswürde erneut als Schützenkönig. Mit seiner Ehefrau Angelika und den Ministern Helmut Hannappel mit Ehefrau Monika sowie Henk Kox mit Ehefrau Barbara bildet er das neue Königliche Haus. Und abends feierten dann die Schützen unter den Klängen der Rhein-River-Band beim Krönungsball die neue Majestät.
Der nächste Morgen begann dann zunächst mit einem feierlichen ökumenischen Feld-Gottesdienst im Festzelt, abgehalten von Frau Pastorin Koll und Pfarrer Manfred Bub, Schützenbruder der 5. Kompanie.
Im Anschluss daran konnte Vorsitzender Benedikt Lichtenberg den Bürger-Schützen-Treff eröffnen. Für Musik sorgte das Krefelder Fanfarenkorps und die Peter-Fritz-Band mit der Bläserschule Fischeln.
Gleichzeitig legten die Jungschützen mit dem Luftgewehr auf den Holzvogel an, um den Jung-Schützenkönig zu ermitteln. 16 waren angetreten, um Nachfolger von Marcel Blaschzyk zu werden, der die letzten 2 Jahre die Königskette trug.
Ex-Page Yann Gutrath (Fahnen-Offiziere) sicherte sich mit dem 54. Schuss den rechten Flügel und nach weiteren 33 Schüssen holte Diego Recavarren (1. Jungschützen-Kompanie) den linken Flügel herunter.
Dann ging es ans Angemachte. 145 Schuss mussten die verbliebenen 6 Jungschützen abgeben, bevor der Vogel – zunächst zögerlich – zu Boden fiel. Philipp Strauch (20 Jahre) von den Leib-Husaren war der Glückliche, der dann die Glückwünsche entgegen nahm.
„Die Weichen für ein großes Schützen- und Heimatfest im nächsten Jahr sind damit gestellt“, so Vorsitzender Benedikt Lichtenberg.
Portrait: Die Königskompanie (17. Kompanie)
Reinigungsaktion der Fischelner Schützen
Von alten Autoreifen bis Kotflügeln, von Fahrradrahmen bis Tapeziertische, dazu dutzende prall gefüllte Tüten mit gesammelten Kleinmüll: das war das (eigentlich erschreckende) Ergebnis der Reinigungsaktion, die die Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V. gemeinsam mit dem Jugendzentrum, der Fischelner Jugendfeuerwehr und der Reservistenkameradschaft durchführte.
„Das ist schon nicht mehr gedankenverloren, was hier Zeitgenossen auf Kosten der Allgemeinheit in den Grünflächen entsorgen“, so der 1. Vorsitzende Benedikt Lichtenberg, der sich allerdings des Zuspruchs aus der Bevölkerung sicher sein konnte. Auch diesmal schon konnte sich Lichtenberg über die Teilnahme aus der Bevölkerung freuen, denn nicht nur Schützen trafen sich morgens um 10 Uhr im Jugendzentrum. Die Jugendfeuerwehr war stark vertreten und besonders engagiert bei der Sache. Erstmals war in diesem Jahr auch die Reservistenkameradschaft dabei und auch einzelne Bürger schlossen sich der Aktion an. Als Belohnung konnten die Teilnehmer zum Abschluss einen von Metzgermeister Berthold Pesch gestifteten kräftigen Erbseneintopf genießen. Bei einem Glas Altbier war Gelegenheit, die Aktion noch einmal Revue passieren zu lassen.
Füllhorn-Schießen: 1. Artillerie vorne
Ein eigenes Geburtstagsgeschenk machte sich die 1. Artillerie: im Jahr ihres 10jährigen Bestehens sicherte sie sich zum 3. Mal den Sieg beim Füllhorn-Schießen der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln auf der Schießanlage Büker in Bösinghoven. Die Männer um ihren Vorsitzenden Ralf Krischer erzielten bereits am Morgen des Wettkampftages 485 Ringe und konnten von keiner anderen Kompanie übertroffen werden.
Ihnen am nächsten kam noch die 12. Kompanie mit ihrem Vorsitzenden Hans-Willi Claessens mit 479 Ringen. Sie unterstrich damit ihre Ambitionen auf das Siegertreppchen, zeigt die Kompanie doch seit mehr als 10 Jahren bei allen Wettbewerben große Beständigkeit.
Der letztjährige Sieger, die 4. Kompanie, musste sich bei 473 erzielten Ringen mit dem 3. Platz begnügen. „Wieder die üblichen Verdächtigen“, so kommentierte Organisationschef Jürgen Schick das Mannschaftsergebnis.
Auch in der Einzelwertung überzeugte die 1. Artillerie. Ihr Mitglied Markus Gawenda sicherte sich mit 99 Ringen nach einem Stechen mit Michael Prahl (Schill-Offiziere) den Einzelsieg um den Robert-Kranz-Wanderpokal und gewann damit auch die Schützenklasse. Jürgen Schick (12. Kompanie) entschied mit 98 Ringen die Altersklasse für sich. Marcel Nieß (4. Kompanie) holte sich mit 90 Ringen die Wertung in der Jungschützenklasse.
Damit aber noch nicht genug: auch die Wertung um die größte Steigerung (Heinz-Hages-Wanderpokal) sicherte sich mit einer Steigerung um 18 Ringe die 1. Artillerie.
Vorsitzender Benedikt Lichtenberg, Schützenkönig Daniel Frenkler und Präsident Horst Krischer gratulierten den Siegern und bedankten sich bei den „Offiziellen“, Organisationsleiter Jürgen Schick und den Schießmeistern Hans-Werner Wunden und Ferdinand Prahl sowie Auswerter Ernst Wolff.
Jahreshauptversammlung der Fischelner Schützen
Erfolgreiches Schützenjahr 2009 und geordnete Finanzen: das war das Fazit der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V.
1. Vorsitzender Benedikt Lichtenberg zog in seinem Bericht eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres, wobei im Mittelpunkt das große Schützen- und Heimatfest am ersten Juli-Wochenende stand. Er dankte ausdrücklich dem Königlichen Haus unter Schützenkönig Daniel Frenkler für das hervorragende Auftreten. Es wies auch auf die Einrichtung eines Schützenarchivs hin. Neben Presseberichten, Fotos und alten Dokumenten aus vergangenen Schützenzeiten beinhaltet das Archiv auch antiquarische Sachbücher. Gut 140 Jahre Fischelner und Schützen-Geschichte sind hier dokumentiert.
Klaus Weichert und Jürgen Schick setzten sich in ihren Berichten auch mit den immer größeren Restriktionen für die Feste der Schützen auseinander.
Finanzchef Georg Eichner konnte berichten, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Einnahmeerhöhung greifen. Da die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße Kassenführung bestätigten, konnte der Vorstand einstimmig entlastet werden.
Neben den Berichten standen die Vorstandsneuwahlen im Mittelpunkt der Versammlung:
1. Vorsitzender: Benedikt Lichtenberg (12. Kp)
2. Vorsitzender: Wilfried Werthmann (Schützenfreunde 82)
Ressort „Strategische Planung“: Klaus Weichert (Artillerie), Klaus Heß (Artillerie)
Ressort „Organisation u. ÖA“: Jürgen Schick (12. Kp), Helmut Hannappel (17. Kp)
Ressort „Finanzen“: Georg Eichner (12. Kp), Hans Bruns (7. Kp)
Ressort „Innere Verwaltung“: Ernst Wolff (1. Kp)
Jugendarbeit: Wilfried Arden (6. Kp), Daniel Frenkler (Schill-Offiziere), Christian Küsters (6. Kp)
Schießmeister: Manfred Nitsch (12. Kp), Hans-Werner Wunden (6. Kp)
Einstimmig wurde sodann der Terminplan für das Jahr 2010 verabschiedet, u.a. mit dem Königsvogelschießen am 21./22. August und dem 1. Stadt-Schützenfest vom 27. – 29. August.

