Schützenjugend auf den Spuren der Pinguine
Donnerstag, 5. März 2026 von Karl-Heinz Saßen
Schützenjugend auf den Spuren der Pinguine
Jugendabteilung
„Wenn kleen Lüh sech ens jett jönne...“ (zu deutsch: „wenn kleine Leute sich mal etwas gönnen“) sagen die Fischelner und fügen gedanklich hinzu: „dann jeht et enne Box (dann geht es prompt in die Hose)“.
Ganz so negativ haben es die 24 Mitglieder der Jugendabteilung der Fischelner Schützen inklusive ihrer Eltern wohl nicht gesehen, die sich am vergangenen Sonntag auf Spurensuche nach den Pinguinen machten. Bis zum Südpol mussten sie glücklicherweise nicht reisen, stattdessen reichte ein Trip in die Yaila-Arena an der Westparkstraße, wo im Spitzenspiel der DEL2 die heimischen Eishockeycracks mit den Verfolgern Kassel Huskies die Schläger kreuzten.
Bei einem Sieg hätten die Krefeld Pinguine bereits die vorzeitige Vorrundenmeisterschaft klarmachen können. Aber es kam anders: die Schlittenhunde aus Kassel machten ihrem Ruf als hartnäckiger Verfolger alle Ehre und entführten beim 2:3 die Punkte nach Hessen.
Aber auch ohne den eingeplanten sportlichen Erfolg waren die Jungs aus Fischeln beeindruckt von der Stimmung und dem brisanten Duell im mit über 8.000 Fans ausverkauften Eishockey-Palast. Da wurde das Ergebnis fast zur Nebensache, denn immerhin wussten nicht nur die Insider: aufgeschoben ist nicht aufgehoben und der große Vorsprung des Deutschen Meisters von 1952 und 2003 sollte allemal ausreichen, um den 1. Platz am Ende unter Dach und Fach zu bringen und mit optimalen Voraussetzungen in die Playoffs zu starten. So hatte Jugendleiter Karl-Heinz Saßen auch keine große Mühe, seine Schützlinge zu trösten. Sicher ist jetzt mancher unter ihnen mit dem erfreulichsten aller Erreger infiziert: dem KEV-Virus.
